Als Fotomodel Geld verdienen

Du möchtest als Fotomodel Geld verdienen und mit seriösen und professionellen Auftraggebern zusammenarbeiten?

Viele Wege führen nach Rom. Einen davon, möchte ich euch hier aufzeigen…

Was man als Fotomodel bei einer Bewerbung beachten und vor allem auch unterlassen sollte, ist kein Geheimrezept. 

Anekdötchen zum Denkanstoß: 

Für ein mittelständisches Unternehmen im Ruhrgebiet sind wir als Fototeam im aktuellen Jahr wieder einmal beauftragt, einen wertigen Kalender mit stilvollen, erotischen Fotografien zu erstellen, den unser Kunde als Werbepräsent an seine Geschäftspartner verteilt. Alle relevanten Fakten und Infos zum Job werden dafür gesammelt und als Ausschreibung über die verschiedenen Plattformen (wie z.B. öffentliche oder branchentypische Portale) publiziert. So rufen wir die Mädels zur Bewerbung auf. Unter anderem erhalte wir jene Bewerbung:

Die 22-jährige L…. aus D…. bewirbt sich mit einem kurzen und freundlichen Steckbrieftext. Ihre Angaben erfüllen die Kriterien der Jobausschreibung und neugierig prüfe ich die zugesandten Fotos…


Als Fotomodel bewerben. So geht es richtig.

Als Fotomodel bewerben. Das solltest du beachten.

1) Da hätten wir die Paris-Hilton-Pose mit einem breitem Grinsen vor einem Leo-Muster-Vorhang. Eigentlich vergeht hier schon das Interesse. Ich kann gar nicht auf die Person schauen, weil das Muster meinen Blick so dermaßen in seinen Bann zieht, dass ich die Hoffnung schon aufgebe. Aaaaaaber ich bin ja neugierig…

2) Ein Selfie mit Leoparden-Muster-Mütze vor weißem Hintergrund. Die Nase hoch und Kussmund Richtung Kamera. Mich haut´s fast um, aber bei mir erhalten viele auch eine zweite Chance.

3) Sieh an, die Leopardenwand ist wieder da… Pose und Ausdruck zu beschreiben knicke ich mir…

Die restlichen 5 Bilder überfliege ich kurz (eine Beschreibung erspare ich mir und euch) …


Mein Eindruck: Ich denke, mit ihr kann man grundsätzlich garantiert arbeiten. Sie ist eigentlich eine recht hübsche und einzig darum (und vielleicht um ein wenig Ausdruck) geht es ja beim Modeljob, aaaaaaaaber:
Sie hat mich mit diesen Fotos abgeschreckt und ich werde mit ihr nicht zusammen arbeiten können. Geschmäcker sind verschieden, aber worum geht´s bei einer Bewerbung als Model beim potentiellen Auftraggeber (egal ob Fotograf oder Modelagentur oder sonstiger Kunde):

„Mit Bedacht und System“
Überleg dir wo du dich für was bewirbst. Die Fotos sollen den speziellen Kunden überzeugen.

„weniger ist manchmal mehr“
5 bis 6 professionelle Fotos in verschiedenen Stilen sollen dich, dein Äußeres und deine Wandelbarkeit repräsentieren

„Qualität vor Quantität“
Zeige mit den Fotos, dass du selbst Anspruch an die Fotografie und den Fotografen hast. Überzeuge mit Qualität!

„Nachhaltigkeit vor Übermut“
Lieber für ein Portfolio bzw. Sedcard-Shooting einmal Geld in die Hand nehmen, bevor du zu 5 Shootings fährst, die dir alle nix bringen. Ein ordentliches Sedcard-Shooting mit Visagistik gibt´s bereits für ein geringes Investment

Was man noch so wissen sollte
„Polaroids“ werden von fast jedem Fotografen bzw. von einer Modelagentur verlangt. Damit ist nach gängigem Verständnis nicht das Sofortbild gemeint, sondern zwei bis drei natürliche, unbearbeitete Fotos von dir vor einem schlichten Outfit vor einer übersichtlichen bzw. ruhigen Kulisse (jaaaa, nicht Leopardenhintergrund). Ich als Kunde oder Auftraggeber möchte sehen, wie du natürlich, ungeschminkt und ohne Photoshop aussiehst.

Auch noch wichtig:
Eine Absage ist nix persönliches, ihr lieben! Wenn du dich für einen Job bewirbst und dir aus einem unerfindlichen Grund eine Absage erteilt wird, dann ist das kein Grund, dem Absagenden übel nachzureden oder ihm gegenüber patzig zu werden. Im Gegenteil: Wenn sogar ein Grund für die Absage genannt wird, dann ziehe deine Konsequenzen daraus und versuche dich zu verbessern!